1977 Maßnahmenbeispiele zur Gewässerentwicklung - Maßnahmenbeispiele - Gewässerentwicklungskonzepte in Sachsen-Anhalt
Gewässerentwicklungskonzept Weiße Elster
Sachsen-Anhalt
Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt

Maßnahmenbeispiele zur
Gewässerentwicklung

Das Ökosystem Fließgewässer mit seinen Auen ist eines der artenreichsten und interessantesten Lebensräume in Deutschland. Das intakte Ökosystem ist durch Strukturreichtum geprägt und bietet einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen einen geschützten Lebensraum, trägt zum natürlichen Hochwasserrückhalt bei und besitzt ein hohes Potenzial an Selbstreinigungskraft. Heute sind diese natürlichen Funktionen oft eingeschränkt. Deshalb beschäftigt sich das Gewässerentwicklungskonzept mit unterstützenden Maßnahmen zur Wiederherstellung einer naturnahen Gewässerstruktur. Bei der Entwicklung von Maßnahmen werden Belange von Landeskultur, Hochwasserschutz und der angrenzenden Flächennutzung in die Planung einbezogen.

Gemeine Heidelibelle

Beispiel: Fischaufstiegsanlage

Wehr- oder Stauanlagen stellen oft unüberwindbare Hindernisse für die Wanderung von Fischen dar. Neben der Errichtung von naturnahen Sohlengleiten oder Umgehungsgerinnen stellen sogenannte technische Fischaufstiegsanlagen, die ökologische Durchgängigkeit des Gewässers für Fische oder Kleinlebewesen wieder her.

Fischaufstieg Bode

Beispiel: Wiederherstellung eines naturnahen Gewässerlaufs
und eigendynamische Gewässerentwicklung

Viele ursprünglich gewundene Gewässerabschnitte wurden in den letzten Jahrzehnten begradigt und zu kanalartigen Abschnitten ausgebaut. Lebenswichtige Strukturen für aquatische Lebenswesen wurden dabei zerstört und die Vernetzung der Aue mit dem Fließgewässer unterbrochen. Das Ökosystem Fließgewässer büßte dabei einen großen Teil seiner Funktionsfähigkeit ein. Heute wird, unter Berücksichtigung der lokalen Randbedingungen, versucht dem Gewässer seinen naturnahen Lauf zurückzugeben. Oft genügt es dabei kleine Initialmaßnahmen (z.B. Entfesselung der Uferbereiche, Bepflanzung von standortgerechten Gehölzen Einbau von Totholz) zu setzen. Das Fließgewässer gestaltet sich durch seine Eigendynamik von selbst.

HINTERGRUND
Einteilung von Maßnahmen

Maßnahmen zur Gewässerentwicklung werden in drei Bereiche unterteilt:

  • Punktuelle Maßnahmen zur Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit (z.B. Rückbau von Stauanlagen, Herstellung von Sohlengleiten oder technischen Fischaufstiegsanlagen)
  • Lineare Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur (z.B. Wiederherstellung eines naturnahen Gewässerlaufs)
  • Maßnahmen zur eigendynamischen Gewässerentwicklung
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Kontakt

Projektträger
Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt

Planungsbüro
Björnsen Beratende
Ingenieure Erfurt GmbH

Projektkoordination
Landgesellschaft
Sachsen-Anhalt mbH

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Ein Projekt
zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie in Sachsen-Anhalt